Durch wohlwollenden Widerspruch zur Vernunft

Lesung mit Dialog

Der Zweifel an eigenen Überzeugungen, das Wohlwollen und der Widerspruch und die Vermutung, dass es auch anders sein könnte, zeichnen vernunftbasierte Kulturen aus. Die autoritär-diktatorischen Systeme sind immer Zeichen einer Regression und Vereinfachung. Sie erwachsen aus der Verzweiflung, aus Angst und Unsicherheit. Wenn Menschen die ungewissen und komplexen Herausforderungen bestehen wollen, benötigen sie jedoch die freie Entfaltung, das Miteinander und die Kooperation. Der Rechtsstaat, der Sozialstaat, die Menschenrechte, die Arbeitnehmerechte und die ökologischen Begrenzungen sind alles Errungenschaften der Menschheit. Sie alle garantieren ein menschliches Maß, das uns allen hilft, in der Mitwelt zu koexistieren.

Nun werden die Regeln und Institutionen weiter geschliffen, um noch intensiver ausbeuten und aneignen zu können. Die Euphemismen wie »Entfesselung der Märkte«, »Deregulierung« und »Strukturreformen« fungieren als subtile Verschleierungen. Die Kapitalkonzentration führt zur Herrschaft der Vermögenden auf Kosten der meisten Menschen, die nicht einmal in Demokratien wirksam mitentscheiden können. Wir müssen besonders in Europa die Diskurse öffnen und Alternativen zum Kapitalismus entwickeln. Es existiert eine schier unfassbare Vielfalt an Lösungsansätzen, ein Füllhorn von Ideen, die bisher wegen der Machtverhältnisse nicht angewendet und genutzt werden.

In einem dialogischen Format zwischen Buch und Gästen stellt Gustav Bergmann sein neues Werk „Reise nach Eutopia“ vor. Prof. em. Dr. Gustav Bergmann lehrte und forschte an der Universität Siegen zu Pluraler Ökonomik und Transformation.

Der Eintritt ist beim Demokratie-Projekt stets frei.

Keine Reservierung nötig.

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