„Ich verwerfe jede Gewalt“ – Der Fürther Anarchist Fritz Oerter

Lesung und Vortrag von Leonhard F. Seidl

Fritz Oerter war ein fränkischer „Anarcho-Syndikalist“. Für seinen Antimilitarismus saß er im Gefängnis, wurde von den Nationalsozialisten gefoltert und ist infolgedessen 1935 in Fürth gestorben. Trotz der vielen Widrigkeiten ordnet er in seinen Lebenserinnerungen die verschiedenen Abschnitte seines Lebens ruhig aneinander und schreibt liebevoll über seine Freund:innen, die Beziehung zu seiner Partnerin Nanni, aber auch über gewaltlosen Widerstand, Antimilitarismus und Gleichberechtigung der Frau.
Im Buch Lebenslinien (Berliner Verbrecher Verlag) knüpft der Herausgeber Leonhard F. Seidl an das Ende von Oerters Aufzeichnungen an und beschreibt – unter Rückgriff auf Briefe und Tagebücher – dessen weiteres Leben in den 1920er- und 1930er-Jahren.

Leonhard F. Seidl (* 1976), Herausgeber, Dozent für Kreatives Schreiben, Ghostwriter, Nature Writer und Schriftsteller, lebt in Fürth und ist Vorsitzender des Schriftsteller:innen-Verbandes Mittelfranken. Er ist Autor von sechs Romanen, zahlreichen Kurzgeschichten, Kommentaren, Essays und schrieb u. a. in der taz und der Süddeutschen Zeitung. Auch in seinem Kriminalroman Vom Untergang (Edition Nautilus) spielt Fritz Oerter eine tragende Rolle. Seidl wird das Leben des Fürther Anarchisten anekdotenreich und kurzweilig vorstellen.

Lesung mit Vortrag und Bildern, Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

Im Rahmen von „Demokratie – wozu?“ – Veranstaltungsreihe zur Stärkung der Demokratie

Kooperationspartner*innen u.a.:  Caritas Nürnberger Land, Diakonie NAH e.V., Evangelisches Bildungswerk NAH e.V., Kunstmuseum Hersbruck e.V., Interkultureller Treffpunkt KOMM des Ökumenischen Vereins für Flüchtlinge, Asylsuchende und Migration e.V. 

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