THE MARBLE MAN
Als im Jahr 2007 „Sugar Rails“ erschien, das Debütalbum von The Marble Man, waren die Kritiker wie vom Donner gerührt. Denn die Songs des damals 19 Jahre jungen Josef Wirnshofer aus Traunstein besaßen „in etwa die Reife eines Spätwerks von Neil Young“, wie der Musikexpress schrieb, „auffallend gut ausbalanciert zwischen Intimität, Leichtigkeit und Tiefe“. Feuilletons und Radios im ganzen deutschsprachigen Raum berichteten über die Songsammlung, die Wirnshofer auf dem Dachboden seines Elternhauses aufgenommen hatte. Drei Jahre später veröffentlichte er mit „Later, Phoenix…“ Album Nummer zwei. Auch darauf konnten seine Songs allesamt als Blaupause für zeitloses Songwriting herhalten. Es folgten unzählige Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in Tschechien und in England. Mit „Haidhausen“ wurde The Marble Man 2013 dann zur Band und drang in einen etwas größeren Klang- und Bildraum vor. Finsterer die Sounds, kompromissloser die Arrangements. Dabei folgten die Stücke stets den Regeln der Reduktion: hier klingt kein Ton zu viel, die Musik ist ganz und gar dem Song verpflichtet. Eine Entwicklung, die The Marble Man mit „Louisiana Leaf“, dem aktuellen Album, noch weiter treiben. Die Songs darauf sind experimenteller, aufgebaut um stoische Drums, tintenschwarz funkelnde Gitarren und analoge Tape Echos. Dazu Josef Wirnshofers Texte, die sich bei Stücken wie „The Guest“ oder „Ruby“ wie atmosphärische kleine Short Stories lesen. Musik wie ein Film Noir.
THE GREEN APPLE SEA
The Green Apple Sea sind schon eine ganze Weile im Bereich Alternative-Country/Indie-Folk unterwegs. 2026 erschien das fünfte Album der Band. „Dark Kid“ heißt es und immer noch erwartet den Hörer warme, liebevoll arrangierte Musik und wunderschöne Melodien verknüpft mit unaufgeregtem, aber kraftvollem Songwriting. Die Band spielt in kleiner Besetzung und reduzierten Arrangements Songs von allen fünf Alben mit dem Fokus auf die neue Platte.
Warum die Band 25 Jahre lang ausgehalten hat und immer noch auf allen (Keller-) Bühnen der Republik spielt, könnte an ihrem Motto liegen: „Snacks, Hugs and Rock’n’Roll“. Denn neben den lyrisch oft eher dunklen Themen geht es insgesamt immer um eine augenzwinkernde Zugewandtheit zum Menschen und zum Leben an sich. So gibt es an diesem Abend viele alte, auch selten gehörte „Hits“ zwischen freudestrahlender Melancholie und todtraurigem Uptempo-Shuffle.
„… betörend schöne Songs, zu Herzen gehende Harmonien, kristallklare Arrangements. Wie lässig Stefan Prange & Co. gut abgehangene Ohrwürmer aus dem Ärmel schütteln, das ist einfach ein kleines Wunder“ („Südwest-Presse“ zu „Directions“, 2018)
Einlass: 19:30
Eintritt: 15 €
Keine Reservierung

Die Konzertreihe für Musik neben dem Mainstream.

